Seminar zu „Transformativer Gewaltprävention“

das 3-stündige Seminar richtet sich an Sozialpädagog*innen, Schulsozialarbeiter*innen & alle, die in der Jugendarbeit, außerschulischen Jugendbildung o.ä. tätig sind und wird an zwei Terminen in Präsenz angeboten:

27.9. 17-20 Uhr
3.12. 13:30 – 16:30 Uhr
Anmeldung für einen der Termine gerne per Mail an femergenz@riseup.net

Klassische Gewaltprävention fokussiert oft individuelles Verhalten, wo soziale Bedingungen in den Hintergrund rücken. Transformativ ist die Gewaltprävention dann, wenn sie die Ursachen für Gewalt mitberücksichtigt und die Bedingungen, unter denen wir Beziehungen führen und die Gewalt hervorbringen, verändert. Ziel der Transformativen Gewaltprävention ist es, dass Umfelder eine betroffenen-solidarische und unterstützende Haltung entwickeln.

In jedem Klassenzimmer sitzen im Schnitt drei Kinder oder Jugendliche, die von sexualisierter Gewalt betroffen sind. Wir möchten für die Perspektiven und Bedürfnisse von Betroffenen von sexualisierter Gewalt sensibilisieren. Das Verhalten von Umfeldern spielt eine wichtige Rolle dabei, ob es zu einem Ansprechen und einer Verarbeitung der erlebten Gewalt kommt. Kinder müssen im Schnitt 7 erwachsene Personen ansprechen, bis ihnen geglaubt und gehandelt wird. Umfelder können unterstützend und solidarisch sein, oder aber Gewalt reproduzieren, negieren, verharmlosen und sogar erst ermöglichen. 

Pädagog*innen sind mit ihrer Haltung Teil eines Umfeldes. Wir möchten gemeinsam mit den Teilnehmer*innen Fragen nachgehen wie: Wie sehen die Hierarchien aus in den Gruppen, in denen ich mich bewege? Wo greife ich selbst zu gewaltvollen Strategien wie Strafen und Ausgrenzen? Denken wir in Methoden unterschiedliche Erfahrungen mit, z.B. in Methoden mit Körpernähe? Haben die Jugendlichen die Möglichkeit, ihre Grenzen einzufordern? Wie gehe ich als Gruppenleiter*in damit um, wenn ich gewaltvolles Verhalten beobachte oder Menschen mir von Gewalterfahrungen erzählen? Als Pädagog*innen sind wir Vorbilder, welchen Umgang wir mit Gewalt finden, ob wir Betroffenen glauben und wie wir Grenzüberschreitungen adressieren.

Dank der Förderung der Lotterie Bildungschancen können wir dieses Seminar kostenfrei anbieten. 

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