Transformative Gewaltprävention

Unsere ausführlichen Gedanken zu dem Ansatz der Transformativen Gewaltprävention haben wir hier in einer Handreichung für (Sozial-)Pädagog*innen und alle, die sich aktiv für Gewaltprävention in ihren Kontexten einsetzen, zusammengefasst.

Workshops für Pädagog*innen und Multiplikator*innen der Kinder- und Jugendarbeit

Wir möchten gemeinsam mit pädagogisch tätigen Menschen an anderen Wegen arbeiten, mit Gewalt umzugehen, Prävention transformativ zu denken und das eigene Verhalten in Machtpositionen kritisch zu hinterfragen.

“Transformative Gewaltprävention” entfaltet sich

  1. aus der Analyse bestehender Macht- und Gewaltverhältnisse,
  2. über das Verständnis individueller Verarbeitungsprozesse (Trauma),
  3. hin zu kollektiven Handlungsoptionen und Transformationspotenzialen.

Wir nehmen eine macht- und strafkritische Perspektive auf Prävention ein: Welche Formen von Gewalt werden gesellschaftlich geduldet, welche sanktioniert – und wem dienen „präventive“ Maßnahmen eigentlich? Wir beleuchten Gewalt in ihren strukturellen Dimensionen und erkunden, wie sich diese Dynamiken auch in unseren eigenen Arbeitskontexten widerspiegeln.

Wir wenden wir uns auch der individuellen Ebene zu: Mit der Perspektive von Trauma und Dissoziation fragen wir, wie Menschen Gewalterfahrungen verarbeiten – und welche Bedingungen Heilungs- und Integrationsprozesse behindern oder ermöglichen. Daraus entwickeln wir ein Verständnis dafür, wie wir Betroffene, aber auch uns selbst und unsere Kontexte, in Bewältigungsprozessen unterstützen können.

Und wir richten den Blick auf gemeinschaftliche Handlungsmöglichkeiten: Wie können wir Strukturen schaffen, die von vornherein widerstandsfähiger gegen Gewalt sind? Und wenn Gewalt geschieht – wie wir damit umgehen, ohne auf Strafen zurückzugreifen? Mit Ansätzen der transformativen Gerechtigkeit und kollektiver Verantwortungsübernahme, suchen wir nach Wegen, solidarisch zu handeln und gerechtere Formen des Miteinanders zu entwickeln.

Unter Transformation verstehen wir hier einen Ver- und Umlernprozess, der uns zu gewaltfreieren Beziehungen führt und schlussendlich auch zu einem gesellschaftlichen Wandel weg von Systemen, die Gewalt mit Gewalt beantworten.

Es geht nicht darum, Gewalt einfach nur zu verhindern, sondern unsere Beziehungen so zu transformieren, dass sie resilienter gegen Gewalt werden.

Pädagogisches Handeln befindet sich hier an einer wichtigen Position, Machtstrukturen zu hinterfragen und andere Formen des Miteinanders erfahrbar zu machen.

Hier findet ihr Workshops zum Umgang mit sexualisierter Gewalt