Am 27.2.-1.3.2026 laden wir vom Bildungskollektiv fem*ergenz herzlich zu einer Fortbildung ein! Die Fortbildung richtet sich an Menschen, die im weitesten Sinne pädagogisch tätig sind und Lust haben, gemeinsam an anderen Wegen zu arbeiten, mit Gewalt umzugehen, eigenes Verhalten kritisch zu hinterfragen und Prävention transformativ zu denken.
Die Fortbildung findet im Naturfreundehaus Hannover statt. Dank einer Förderung der Postcode Lotterie werden große Teile der Kosten übernommen, inkl. dem leckerem Essen im Haus. Es kommt lediglich ein freiwilliger Beitrag von ca. 20-30 € dazu, um unsere Kosten vollständig zu decken. Fahrtkosten müssen selbst übernommen werden, Bettwäsche kann selbst mitgebracht oder vor Ort bezahlt werden.
Es gibt 13 Teilnahmeplätze.
Wir freuen uns über Anmeldungen per Mail an femergenz@riseup.net
In der Fortbildung “Transformative Gewaltprävention” beschäftigen wir uns mit zwischenmenschlicher und sexualisierter Gewalt, Prävention und Möglichkeiten kollektiver Verantwortungsübernahme & transformativer Gerechtigkeit.
“Transformative Gewaltprävention” entfaltet sich
1. aus der Analyse bestehender Macht- und Gewaltverhältnisse,
2. über das Verständnis individueller Verarbeitungsprozesse (Trauma),
3. hin zu kollektiven Handlungsoptionen und Transformationspotenzialen.
Zu Beginn nehmen wir eine macht- und strafkritische Perspektive auf Prävention ein: Welche Formen von Gewalt werden gesellschaftlich geduldet, welche sanktioniert – und wem dienen „präventive“ Maßnahmen eigentlich? Wir beleuchten Gewalt in ihren strukturellen Dimensionen und fragen, wie sich diese Dynamiken auch in unseren eigenen Arbeits- und Lebenskontexten widerspiegeln.
Im zweiten Schwerpunkt wenden wir uns der individuellen Ebene zu: Mit der Perspektive von Trauma und Dissoziation fragen wir, wie Menschen Gewalterfahrungen verarbeiten – und welche Bedingungen Heilungs- und Integrationsprozesse behindern oder ermöglichen. Daraus entwickeln wir ein Verständnis dafür, wie wir Betroffene, aber auch uns selbst und unsere Kontexte, in Bewältigungsprozessen unterstützen können.
Darauf aufbauend richten wir den Blick auf gemeinschaftliche Handlungsmöglichkeiten: Wie können wir Strukturen schaffen, die von vornherein widerstandsfähiger gegen Gewalt sind? Und wenn Gewalt geschieht – wie wir damit umgehen, ohne auf Strafen zurückzugreifen? Mit Ansätzen der transformativen Gerechtigkeit, suchen wir nach Wegen, kollektive Verantwortung zu übernehmen, solidarisch zu handeln und gerechtere Formen des Miteinanders zu entwickeln.
In der Fortbildung arbeiten wir mit verschiedenen Formaten: (Kleingruppen-) Austausch, Selbstreflexion, Theatermethoden, Rollen- und Fallbeispiele. Wir wollen eine Atmosphäre schaffen, in der alle Körper entspannt da sein können.
Referent*innen: Wir, Ele (dey), Nuan (keine Pronomen) und Saraina (sie) von fem*ergenz lernen seit Jahren von Transformativer Gerechtigkeit, die ihren Ursprung in aktivistischen, feministischen, queeren und Schwarzen Communities in den USA hat. Außerdem bringen wir durch Weiterbildungen Wissen aus WenDo, Traumapädagogik/-beratung und Sexualpädagogik mit. Wir sind alle drei weiß, nicht-behindert, bildungsprivilegiert und queer positioniert.
