Umgang mit Kritik

Fehlerfreundlichkeit, Kritikfähigkeit und eine solidarische Feedbackkultur stellt sich als wesentlicher Bestandteil tragfähiger Selbstorganisation heraus. Aber Kritik zu geben oder zu empfangen ist für uns oft schwierig und führt schnell zu Konflikten. Wir fühlen uns, wenn wir kritisiert werden, angegriffen oder handlungsunfähig. Oder, wenn wir kritisieren, haben wir das Gefühl, wir laufen gegen Wände und unsere Kritik wird überhaupt nicht gehört.

Als Ausgangspunkt reflektieren wir im Workshop mit einer intersektionalen Perspektive auf unsere eigene gesellschaftliche Positionierung innerhalb von diskriminierenden und privilegierenden Strukturen. Ausgehend von der eigenen Positionierung können wir uns fragen „welche Erfahrungen mache ich? Welche Erfahrungen mache ich nicht?“ und unsere Sichtweise als eine von mehreren Perspektiven einordnen.

Anhand von alltäglichen Situationen, in denen Kritik an Aussagen oder Verhaltensweisen geübt wurde, erarbeiten wir, mit welchen emotionalen Affekten wir üblicherweise auf Kritik reagieren – und warum; um anschließend gemeinsam zu überlegen, wie ein Umgang mit Kritik aussehen könnte, um aus Situationen zu lernen. Ziel ist es, die Angst davor zu verlieren, kritisiert zu werden oder Kritik zu geben und unsere Gruppe resilienter zu machen und nachhaltig zu stärken.